- Du Seule Brandenburgs, du Preussens Sicherheit,
- O Fridrich Wilhelm, Trost und Hoffnung vieler Lande,
- Sey willkomm deinem Volck hie an des Pregels Rande!
- Des Höchsten Ehrendienst ist wegen dein erfreut.
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- Verspricht Uns unter Dir die alte güldne Zeit;
- Gerechtigkeit und Fried in jedem Ort und Stande
- Verknüpffen dir sich fest mit einem güldnen Bande.
- Du machst, daß alles wil genesen weit und breit.
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- In dem dein Eintzug Uns die Hoffnung aber giebet,
- So wirstu billich nie von uns auch gnug geliebet;
- O leb Uns werthes Haupt, sey Uns ein Sonnenschein,
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- Der nimmer untergeht! schon jetzt mit deiner Jugend
- Dringt Fama durch die Welt, du wirst bey solcher Tugend
- Nicht hie nur, sonder auch im Himmel Hertzog seyn.
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- Der Mensch hat nichts so eigen,
- So wohl steht ihm nichts an,
- Als daß er Treu erzeigen
- und Freundschaft halten kann;
- Wann er mit seinesgleichen
- Soll treten in ein Band,
- Verspricht sich nicht zu weichen,
- Mit Herzen, Mund und Hand.
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- Was kann die Freude machen,
- Die Einsamkeit verhehlt?
- Das gibt ein doppelt Lachen,
- Was Freunden wird erzählt.
- Der kann sein Leid vergessen,
- Der es von Herzen sagt;
- Der muß sich selbst zerfressen,
- Der in geheim sich nagt.
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- Die Red' ist uns gegeben,
- Damit wir nicht allein
- Für uns nur sollen leben
- Und fern von Leuten sein;
- Wir sollen uns befragen
- Und sehn auf guten Rat,
- Das Leid einander klagen,
- So uns betreten hat.
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- Gott stehet mir vor allen,
- Die meine Seele liebt;
- Dann soll mir auch gefallen,
- Der mir sehr herzlich gibt;
- Mit diesen Bundsgesellen
- Verlach' ich Pein und Not,
- Geh' auf den Grund der Höllen
- Und breche durch den Tod.
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- Ich hab', ich habe Herzen
- So treue, wie gebührt,
- Die Heuchelei und Schmerzen
- Nie wissentlich berührt;
- Ich bin auch ihnen wieder
- Von Grund der Seelen hold,
- Ich lieb' euch mehr, ihr Brüder,
- Als aller Erden Gold.
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